Allgemein · Rezensionen

Schockierend und wundervoll

Irgendwo im Glück- Anna McPartlin

Maisie Bean hat eine schwere Zeit hinter sich. Sie hat ihren gewalttätigen Ex-Mann verlassen und lebt nun mit ihren zwei Kindern bei ihrer an Demenz erkrankten Mutter. Alles scheint endlich normal zu laufen, bis eines Tages ihr Sohn Jeremy verschwindet.

Dies war mein erstes Buch von Anna McPartlin und ich muss sagen, dass die Autorin mich total überzeugt hat. Ihr Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen und die wechselnden Erzählweisen von den Personen im Buch sind einfach toll. So hat man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere. Besonders beeindruckt hat mich dabei, dass sie Bridies Sichtweise dabei nicht ausgelassen hat. Es war sehr berührend aus der Sicht der demenzkranken Mutter zu lesen.

Die ganze Familie Bean, sowie ihre Freunde sind sehr liebenswert. Maisie ist eine starke Persönlichkeit, die schon sehr viel in ihrem Leben erleiden musste. Sie liebt ihre Familie und würde alles für sie tun. Bridie wirkt im Buch sehr verletzlich und manchmal etwas unbeholfen, doch es gibt Momente in denen sie völlig klar erscheint. Jeremy ist der „perfekte“ Sohn. Die Beziehung zwischen ihm und seiner Grammy ist einfach herzerwärmend. Er trägt viel Verantwortung in der Familie und man vergisst schnell, dass er eigentlich erst 16 ist. Dabei hat Jeremy einen inneren Kampf mit sich auszutragen, bei dem er sich niemandem anvertraut. Valerie ist Maisies zwölfjährige Tochter, welche ein wenig aufmüpfig und sehr temperamentvoll ist.  Es hat viel Spaß gemacht die Entwicklung der Charaktere mit zu verfolgen und zu rätseln was hinter allem steckt.

In dem Buch werden viele Themen, wie häusliche Gewalt, Demenz, Sexualität und Toleranz angeschnitten. Das hat mir sehr gut gefallen. Man bekommt einen anderen Blickwinkel auf manche Bereiche und es regt einem sehr zum Nachdenken an. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten Maisie zu verstehen, aber man muss sich überlegen, dass damals einfach eine andere Zeit war und mit vielen Dingen ganz anders umgegangen wurde.

Auch wenn man schon am Anfang wusste, wie die Geschichte ungefähr ausgehen wird, hat man trotzdem auf ein anderes Ende gehofft. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, damit ich endlich erfahre was passiert ist. Die letzten Seiten sind mir permanent Tränen über die Wangen gerollt, so ergriffen war ich. Einiges hätte anders laufen können, wenn mehr Toleranz geherrscht hätte und man einfach miteinander gesprochen hätte…

Fazit: Die Botschaften, die vermittelt werden, kann sich jeder zu Herzen nehmen. Ein sehr lesesnswerter Roman!

Ich vergebe 5 von 5 Farbklecksen

5

Ayla

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4 Kommentare zu „Schockierend und wundervoll

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