Allgemein · Rezensionen

Buchbesprechung: „Prinzip des Terrors“

Dieses Buch habe ich bei Lovelybooks in einer Leserunde gewonnen. Da ich diesmal beine Schwierigkeiten hatte, dass Buch zu rezensieren, weil es so vielfältig ist. Ist es diesmal eher eine Buchbesprechung geworden. Bei Sachbüchern finde ich es schwierig, nicht zu viel vom Inhalt zu verraten. Ich hoffe ich kann euch bei der Entscheidung, ob ihr das Buch „Prinzip des Terrors“ lesen möchtet behilflich sein.

  • Taschenbuch:288 Seiten
  • Verlag:Fontis – Brunnen Basel; Auflage: 1 (1. September 2016)
  • Sprache:Deutsch
  • ISBN-10:3038480940
  • ISBN-13:978-3038480945

Dieses Buch hinterlässt bei mir mehrere Eindrücke, ich kann es nicht richtig einordnen. Es ist Sachbuch, Essay, Biographie, theologisches Werk und vieles mehr. Außerdem fehlt mir der rote Faden beziehungsweise habe ich den Eindruck, dass der Autor keinen Konsens bei seiner Meinung hat. Manche seiner Aussagen finde ich sehr konservativ andere dagegen liberal.

Das Buch ist in vier Teile aufgegliedert. Der erste Teil: Wie Terroristen denken beschäftigt sich mit einigen Grundlagen zum Islam und dem Terrorismus. So werden zum Beispiel die Unterschiede von Suniten und Schietten erklärt oder Gründe warum Menschen zu Terroristen werden aufgezeigt. Interessant war auch die kurze Abhandlung über die 10 reichsten Terrororganisationen. In diesen Abschnitt habe ich so einiges neues erfahren und war am Anfang auch total begeistert vom Buch. Die Aussagen scheinen sachlich recherchiert zu sein (es gibt mehrere Quellen) und geben einen guten Überblick über die Thematik. Ich finde das Buch kann jedenfalls mit den ersten Seiten einen guten Beitrag leisten, die Denkweisen des Islams aufzuzeigen. Erstaunt war ich, dass der Autor sehr viel auf die Israel-Palestina Problematik eingeht außerdem konnte ich seine Erläuterung, dass die bibliche Geschichte von Isaak und Ismael noch heute solche Auswirkungen hat, nicht ganz teilen.

Der zweite Teil. „Was können wir jetzt machen.“ ist meiner Meinung nach sehr theologisch aufgebaut und zeigt die Möglichkeiten des Christentums sich gegen den Terrorismus und den Islam zu wenden auf. Nicht gefallen hat mir, dass es eine Mischung aus weltlichen Fakten, wie den Kriegskosten und christlichen Aussagen ist. Für mich erschien es etwas planlos zusammen geschrieben. Die Auseinandersetzung mit den gescheiterten Lösungsansätzen ist eine interessante Zusammenfassung, mir erschließt sich aber nicht der Mehrwert für das Buch. Spätestens ab der Mitte dieses Teiles, kann man festhalten, dass der Titel „Prinzip des Terrors“ und der Klappentext nur einen kleinen Teil des Buches wieder gibt. Meiner Meinung nach beschäftigt sich der Autor viel mehr mit dem Christentum und wie es auf den Islam einwirken kann als mit Terrorismus. Das heißt nicht, dass ich das Buch nicht gut finde aber es ist auf jeden Fall nicht dass, was ich erwartet hatte. In diesem Teil finde ich die Aussagen des Autors sehr konservativ bzw. kann einfach nicht mit ihnen mitgehen, wie zum Beispiel auf Seite 116:

„Es ist eine Illusion, zu glauben militärisches Eingreifen, Diplomatie oder von Menschen ausgehandelte Friedensverträge könnten etwas gegen die selbstsüchtige Arroganz eines Herzen ohne Christus auszurichten. Nur die verändernde Liebe Gottes kann Herzen verändern, die so Volker Hass sind.“

Etwas seltsam finde ich auch seine Ansichten zum Endzeitgedanken aus dem 2 Timotheus.

„Terrorismus ist meiner Ansicht nach ein Übel, das Gott gegenwärtig zulässt, um sein Volk für seine Verantwortung wachzurütteln. Es soll uns nicht verängstigen oder lehmen, sondern er soll uns dazu motivieren, Lichtbringer zu sein, bevor sich die Nacht über die Erde legt – wann immer das sein wird.“ (S.141)

Die Aussagen im dritten Teil: „Ein besserer Weg“  sind meiner Meinung nach wieder sehr unterschiedlich zu sehen. Es gibt Aussagen, was man persönlich gegen den Terrorismus tun kann. Diese finde ich sehr gelungen und kann sie jeden empfehlen, da zum Beispiel auch Hinweise gegeben werden, wie man mit Moslems im persönlichen Kontakt umgehen soll. Hier finde ich die Meinung des Autors sehr aufgeschlossen, er vertritt die Auffassung, dass man nicht missionieren darf aber auch den eigenen Glauben nicht verstecken soll. Ich habe für mich mitgenommen, dass ich etwas erreichen kann, indem ich nach christlichen Werten lebe und anderen Menschen Liebe entgegen bringe, egal ob Christ oder nicht. Schockiert haben mich dagegen Aussagen wie, dass durch den IS Moslems bemerken, was Islam wirklich bedeutet.

Der letzte Teil lässt sich sehr gut lesen und beschreibt Geschichten aus seinem persönlichen Umfeld, die auch schon in den anderen Teilen eingeflossen sind. Ich fand es einen schönen Abschluss, dass er aufzeigt wie Christen, Juden und Moslems friedlich zusammen leben.

Alles in allem ist das Buch sehr interessant zu Lesen, da man neue Denkweisen kennenlernt, entspricht aber nicht den Erwartungen aus Titel und Klappentext. Ich bin der Meinung, dass Buch sollte man auf jeden Fall gut reflektieren und vielleicht sich mit jemanden darüber austauschen. Außerdem sehe ich einige Aussagen zum Islam kritisch und werde nach weiterer Literatur schauen, die sich mit dem Inhalt des Buches auseinander setzen.

Ich vergebe auf Grund einiger Schwächen 3 von 5 Farbkleckse

3

Yannah

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