Allgemein · Rezensionen

Etwas andere Geisterjäger…

Lockwood und Co. – Die seufzende Wendeltreppe von Jonathan Stroud

  • Verlag: cbj Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Hardcover mit 412 Seiten
  • ISBN: 978-3-570-15617-9

Ein düsteres London mit einem wachsenden Geisterproblem. Lucy arbeitet für Anthony Lockwoods kleine Agentur, um zur Geisterbekämpfung beizutragen. Leider müssen sie sich jedoch gegenüber den großen Agenturen durchsetzen, was nicht ganz so einfach ist.

Die Idee des Buches fand ich wirklich cool. Ein London, bei dem man nachts nur ungern auf die Straße geht, damit man keinen Geistern begegnet und dazu die „Geisterjäger“, die gegen diese Bedrohung kämpfen. Dass nur Kinder und Jugendliche diesen Job bewältigen können, da sie die Geister sehen, fand ich auch sehr interessant. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mich in diese Thematik einzufinden. Es waren so viele Dinge, die man erst einmal verstehen musste, sodass es für mich etwas schleppend voranging.  Doch nachdem ich mich auf die Geschichte eingelassen hatte und in die Welt abgetaucht bin, hatte ich keine Schwierigkeiten mehr und das Lesen hat richtig Spaß gemacht. Alles ist sehr detailliert beschrieben, sodass man sich die Umgebung sehr gut vorstellen konnte.  Die drei Hauptcharaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch sind sie mir alle ans Herz gewachsen. Lucy, aus deren Perspektive man liest, ist ein wirklich liebenswertes Mädchen. Sie wirkt schon sehr erwachsen, dennoch merkt man an ihren teilweise unüberlegten Handlungen, dass sie doch jünger ist. Lucy ist wirklich mutig, aber nicht so übertrieben. Sie hat ihre Ängste und trägt ihre Vergangenheit mit sich herum und wirkt dadurch nicht aufgesetzt. Lockwood ist der charmante, verantwortungsbewusste Chef der Agentur, welche er wie ein Erwachsener führt, trotzdem ist er bereit Risiken einzugehen. Und dann wäre da noch George, mit seinem schlechten Kleidungsstil, seiner Vorliebe für Essen und seinem Rechercheengagement. Er ist der bodenständigste der Truppe. Er handelt sehr überlegt und denkt bzw. recherchiert bevor er handelt. Zu dritt geben sie eine tolle Kombination ab. Bei ihren Diskussionen musste ich nicht nur einmal lachen. Die schaurigen Momente haben mir auch gefallen. Ich mag es einfach mich manchmal etwas zu gruseln. Was den Handlungsstrang anbelangt, geht es hier um mehrere Fälle, die sie gemeinsam lösen. Das war mal etwas anderes, was sehr erfrischend. Auch die Zusammenhänge, die sich am Ende gebildet haben, waren wirklich sehr gelungen. Das Glossar am Schluss finde ich zusätzlich sehr hilfreich, so bekommt man nochmal einen Überblick.

Fazit: Ein sehr erfrischendes  Jugendbuch mit ungewöhnlichen und witzigen Charakteren.

Ich vergebe 4 von 5 Farbklecksen!

4

Ayla

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2 Kommentare zu „Etwas andere Geisterjäger…

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