Allgemein · Rezensionen

Sehr ungewöhnlich!

Ein Mädchen, das Beerdigungen sammelt und ein Mann, der niemals schläft von Annika Fechner

  • Verlag: hansanord Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Taschenbuch mit 193 Seiten
  • ISBN:978-3-940873-93-4

Ferdinand Schmelzer hat ein Problem, denn er kann nicht schlafen. Nur das Zugfahren mit den Geschichten verschiedener Menschen beschert ihm kurze Ruhepausen. Als sich die Wege von Melissa, die sehr häufig Beerdigungen von ihr Unbekannten besucht,  und Ferdinand kreuzen, verändert sich das Leben von Beiden.

Da der Titel mich sofort neugierig gemacht hatte, habe ich mich für die Leserunde bei Lovelybooks beworben und hatte Glück. Anfangs hatte ich ein paar Probleme mit dem Buch, da ich die ganze Sache mit dem Schlafen komisch fand und nicht verstanden habe. Ganz ehrlich habe ich das bis zum Ende nicht richtig kapiert, weil es einfach nicht möglich ist niemals zu schlafen, aber ich habe einfach versucht darüber hinweg zu sehen und weitergelesen. Trotzdem habe ich für die knapp 200 Seiten relativ lange gebraucht. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist sehr detailreich und auf gehobenem Niveau. Sie hat Ferdinands Dilemma sehr gut beschrieben, sodass ich ihn zumindest besser verstehen konnte. Die Zugfahrten und die Geschichten der Personen empfand ich teilweise  langweilig, somit musste ich mich wirklich zwingen nicht aufzuhören. Erst als Melissa auftaucht, kommt etwas Schwung in die Geschichte. Ihr seltsames Hobby hat mich besonders interessiert und ich war gespannt auf ihre Person. Die Entwicklung der Freundschaft zwischen Ferdinand und Melissa hat mir gut gefallen und erschien mir trotz des Altersunterschieds schlüssig. Als dann auch noch Melissas Mutter Eva auftaucht, hatte ich wirklich Spaß am Lesen. Ihre Geschichte hat mich wirklich berührt.  Das dreier Gespann hat mir so gut gefallen, dass ich mir wirklich ein anderes Szenario gewünscht hätte. Es  ist ein Buch mit einer außergewöhnlichen Story, ungewöhnlichen Charakteren und einem eher bedrückten Unterton.

Fazit: Trotz des quälenden Beginns, bin ich froh durchgehalten zu haben, denn am Ende hat es mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt.

Ich vergebe 3,5 von 5 Farbklecksen

35

Ayla

 

 

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